Entdecke die heissesten Schweizer Eishockey-Talente der Saison 2023/24: Lehmann, Knak, Bichsel & Co. Erfahre, wer den Sprung in die NHL schaffen könnte.
Das Schweizer Eishockey erlebt einen nie dagewesenen Aufschwung bei den Jungen. Während die National League von erfahrenen Spielern wie Andres Ambühl oder Raffaele Sannitz geprägt wird, drängt eine ganze Generation hochtalentierter Nachwuchsspieler nach vorne – und einige von ihnen haben das Zeug, den Sprung in die NHL zu schaffen. Aber wer sind die vielversprechendsten Kandidaten, und was zeichnet sie aus? In dieser Analyse tauchen wir tief in die Entwicklungen der Saison 2023/24 ein, porträtieren die grössten Talente und zeigen dir, warum die Zukunft des Schweizer Eishockeys so hell strahlt wie nie zuvor. Bereit für die Stars von morgen?
1. Der Aufschwung junger Talente in der National League



Die Zahlen sind klar: In der Saison 2023/24 spielten über 50 Spieler unter 23 Jahren regelmässig in der National League. Der Anteil der U23-Spieler an den gesamten Einsatzminuten stieg im Vergleich zur Vorsaison um 12 Prozent – ein klares Zeichen, dass die Klubs den jungen Wilden vermehrt vertrauen. Besonders die ZSC Lions und der HC Davos setzen verstärkt auf den eigenen Nachwuchs. Die Zürcher etwa integrierten mit Simon Meier und Julien Lepaire zwei 19-Jährige in den regelmässigen Spielbetrieb, während Davos mit Lian Bichsel und Simon Knak gleich zwei Top-Talente in den eigenen Reihen hat, die das Geschehen prägen.
Doch nicht nur die Anzahl der Einsätze steigt – auch die Qualität. Junge Spieler übernehmen immer öfter Verantwortung in Überzahl, in Unterzahl oder gar in entscheidenden Spielsituationen. Marco Lehmann vom SC Bern etwa bekam in seiner ersten vollen NL-Saison durchschnittlich 16 Minuten Eiszeit pro Match, ein Wert, der vor fünf Jahren für einen 20-Jährigen undenkbar gewesen wäre. Der Trend ist klar: Die Klubs erkennen, dass Investitionen in die Jugend nicht nur sportlich, sondern auch finanziell rentieren – denn jedes selbst ausgebildete Talent spart teure Transfers und kann später hohe Ablösesummen bringen.
- Warum der Aufschwung gelingt: Die U25-Regel (eingeführt 2022/23) zwingt Klubs, mindestens zwei U23-Spieler im Kader zu führen und regelmässig einzusetzen.
- Vorreiter EV Zug: Der Klub investiert jährlich über 2 Millionen Franken in seine Nachwuchsakademie und stellt damit die Infrastruktur für Top-Talente.
- Farmteam-Modell: Der HC Davos betreibt mit den «HCD Young Stars» ein eigenes Team in der Swiss League, das den Übergang vom Junioren- zum Profisport erleichtert.
2. Top-Talente im Porträt: Lehmann, Knak und Dionicio
Drei Namen ragen aus der Masse der Jungstars heraus – jeder mit einem eigenen Profil und einer vielversprechenden Zukunft. Wir stellen sie dir im Detail vor.
Marco Lehmann (20, SC Bern)
Der Stürmer aus dem eigenen Nachwuchs des SCB überzeugte in seiner ersten vollen NL-Saison mit 18 Punkten (8 Tore, 10 Assists) in 42 Spielen. Besonders seine Schnelligkeit und sein Spielverständnis stechen hervor. Lehmann gilt als harter Arbeiter, der sich auch in der Defensive nicht versteckt. Sein NHL-Draft-Jahr war 2022, doch er blieb ungedraftet – ein Fehler, den Scouts bald bereuen könnten.
Simon Knak (22, HC Davos)
Der Flügelstürmer führte die U23-Scorerliste mit 25 Punkten an und wurde verdient zum «Young Star of the Year» gewählt. Knak besticht durch seine Kreativität und seinen harten Schuss. Er steht vor einem möglichen NHL-Vertrag, nachdem ihn die New Jersey Devils 2021 in der zweiten Runde drafteten. Seine Entwicklung im Davoser System ist vorbildlich: Er spielte bereits in der Swiss League und reifte zum Führungsspieler.
Lian Bichsel (18, HC Davos)
Der Verteidiger wurde im NHL-Draft 2023 an 18. Stelle von den Columbus Blue Jackets ausgewählt – der höchste Draft für einen Schweizer Verteidiger seit Jahren. Bichsel sammelte erste NL-Erfahrung und überzeugte mit Körperlichkeit und einer starken Puckführung. Sein Weg führt wohl direkt nach Nordamerika, wo er bereits in der AHL erste Akzente setzen könnte.
- Weitere Kandidaten: Noah Greuter (19, HC Lugano) – bester Spieler der U20-Nati an der WM 2024; 18 Punkte in der NL-Saison.
- Verteidiger Valentino Niederberger (21, ZSC Lions) – mit seinem Offensivdrang und guten Assist-Qualitäten ein heisser Kandidat für einen späteren Draft.
3. Förderprogramme und Nachwuchsarbeit der Klubs

Hinter jedem Talent steht ein durchdachtes System. Die National League und ihre Klubs haben in den letzten Jahren kräftig in die Nachwuchsförderung investiert – und das mit Erfolg. Die U25-Regel, die zur Saison 2022/23 eingeführt wurde, ist nur ein Puzzleteil. Sie verpflichtet jeden Klub, mindestens zwei U23-Spieler im Kader zu führen, und fördert so den Einsatz junger Kräfte.
Doch die Unterschiede zwischen den Klubs sind gross. Der EV Zug gibt jährlich über 2 Millionen Franken für seine Akademie aus und bietet den Talenten moderne Trainingsbedingungen sowie individuelle Förderung. Der HC Davos setzt auf ein Farmteam in der Swiss League («HCD Young Stars»), das den Jugendlichen regelmässige Spielpraxis auf Profiniveau ermöglicht. Die ZSC Lions wiederum kooperieren eng mit der ETH Zürich, um Sport und Bildung zu vereinen – ein Modell, das die Abbrecherquote senkt und die Spieler langfristig bindet.
- Konkrete Massnahmen: Regelmässige individuelle Trainingspläne, psychologische Betreuung und Ernährungsberatung für alle U20-Spieler in den Top-Akademien.
- Vorbild SC Bern: Der Klub richtet jedes Jahr ein «Young Stars Camp» aus, bei dem Scouts aus ganz Europa die Talente begutachten.
- Kooperation mit der Swiss League: Immer mehr NL-Klubs leihen ihre Jungstars an Swiss-League-Teams aus, um mehr Eiszeit zu garantieren – ein Erfolgsmodell für Spieler wie Simon Knak.
4. Internationale Erfolge: Schweizer Talente auf dem Vormarsch


Die starke Nachwuchsarbeit zeigt sich auch auf der internationalen Bühne. An der U20-Weltmeisterschaft 2024 erreichte die Schweiz den 4. Platz und verpasste nur knapp eine Medaille. Spieler wie Noah Greuter und Simon Knak waren die Leistungsträger und bewiesen, dass Schweizer Talente auch auf höchstem Niveau mithalten können. Der Sprung in die NHL rückt für viele in greifbare Nähe – ein Zeichen für die exzellente Arbeit der Klubs.
Bist du bereit, die nächste Generation Schweizer Eishockey-Stars live zu erleben? Sichere dir jetzt dein Ticket für die nächste Partie deines Lieblingsklubs und überzeuge dich selbst von den Talenten. Alle Informationen zu Spielen und Tickets findest du auf den offiziellen Webseiten der National League-Klubs oder unter swiss-icehockey.ch.



